Zukunftstag 2014 bei AdNovum Programmieren ist keine Hexerei!

Am 13. November empfing AdNovum 19 Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 14 Jahren zum Zukunftstag. In kurzen Vorträgen und praktischen Workshops erhielten sie Einblick in den Alltag des Informatikerberufs.

Kurz nach 9.30 Uhr ist die Empfangshalle schon gerappelt voll. Pünktlich zu Beginn des Programms um 9.45 Uhr sind sämtliche Kinder parat und werden herzlich von Caroline Schmutzer (Marketing) begrüsst. Nachdem sich die Schüler von ihren Begleitpersonen verabschiedet haben, kann es losgehen. Es wartet ein volles Programm mit Informationen und Workshops, in denen sie spielerisch einen Einblick in den Informatikberuf gewinnen.

Informatik aus der Nähe ...

Zunächst beantworten Till Arnold (Lernender Applikationsentwicklung) und Sonja Näf (Software-Ingenieurin) in einem kurzen Vortrag die Frage «Was ist Software?». Sie berichten zudem von ihrem Werdegang und ihrer Tätigkeit bei AdNovum. Danach erfahren die Gäste an drei Stationen aus nächster Nähe, wie vielseitig Informatik sein kann. Johann Wolf (Junior Software Engineer) erklärt ihnen, wie Near Field Communication (NFC) funktioniert. Mit NFC kann man zum Beispiel Einkäufe im Supermarkt über das Smartphone kontaktlos, das heisst ohne physische Verbindung, bezahlen. Software-Ingenieur Tom Klemm führt verschiedene Rechenmaschinen vor und Interaction Designer Samuel Frischknecht zeigt, wie sich Anwendungen so gestalten lassen, dass sie für Nutzer möglichst einfach zu bedienen sind.

 

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Die 19 jungen Besucher sind voll dabei!

Nachdem die Schüler nun eine genauere Vorstellung davon haben, was Informatik ist, interessiert es sie natürlich auch, wo Informatik «passiert». So führen Caroline, Till und Stefan Ott die Gäste in drei Gruppen durch das Gebäude, wo sie an diversen Stationen Halt machen. Software-Ingenieurin Susanne Werner erzählt ihnen, warum ein Fehler in der Software als Bug – also Käfer – bezeichnet wird. Bei Werner Hänggi sehen sie, wie auch Menschen mit Sehbehinderung dank einer Screenreader Software virtuos ein iPad bedienen und als Informatiker arbeiten können. Obwohl Werner den Screenreader für die Präsentation in der geringsten Geschwindigkeit vorlesen lässt, verstehen die meisten nur «Bahnhof». Der dritte Halt ist bei Fabian Rohner (Lernender Systemtechnik), der die Gäste in den eindrucksvoll verkabelten Serverraum führt und von seiner Arbeit als Systemtechniker erzählt.

... und zum Anfassen

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Gut versorgt mit allerlei Infos geht es schliesslich ans Selbermachen. Unter der Anleitung von Till und den Software-Ingenieurinnen Tanja Stelling und Sonja erlernen die Schülerinnen und Schüler spielerisch erste Programmierschritte in Xlogo, einer speziellen Programmiersprache.  Die wichtigste Erkenntnis? Programmieren ist keine Hexerei.

Halbzeit

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Fabio, Fernando und Manuel: Schnupperten auch am Nachmittag Informatikluft

Bei einem feinen Mittagessen haben die Gäste Gelegenheit, ihre Erlebnisse untereinander auszutauschen und ihrem Elternteil bzw. ihrer Begleitperson davon zu berichten. Damit ist das offizielle Programm abgeschlossen. Einige verbringen aber auch den Nachmittag noch bei AdNovum, so etwa Fabio, Fernando und Manuel. Sie nutzen die Chance, um Fabian Rohner etwas genauer auf den Zahn zu fühlen. Hier ein Auszug aus ihrem Interview:
 

Manuel: Was hat dich dazu bewogen, Systemtechniker zu lernen?

Fabian: Vorher machte ich eine Lehre als Elektroinstallateur, ein sehr handwerklicher Beruf. Ich wollte aber genau das Gegenteil machen und mehr mit dem Kopf arbeiten, deshalb bin ich nun in der Ausbildung zum Systemtechniker.

 

Fabio: Was findest du am besten oder am schlechtesten an diesem Beruf?

Fabian: Das Beste: Er ist sehr abwechslungsreich, es gibt viele Aufgaben zu erledigen und die Fehler in einem so grossen Netzwerk haben Konsequenzen. Das heisst, wenn ich einen Fehler mache, können sehr viele Leute nicht mehr arbeiten. Was mir weniger gut gefällt, ist, dass ich viel sitzen muss.
 

Fernando: Was machst du im Verlauf des Tages?

Fabian: Ich administriere Netzwerke, das heisst ich bin zuständig für deren Verfügbarkeit und Sicherheit. Ausserdem stelle ich den Support sicher und überwache die Hardwarekomponenten.

Geschafft und happy

Insgesamt war der Tag ein voller Erfolg, wie die Auswertung des Kurzfragebogens zeigt, den 18 der 19 Besucher ausfüllten. So gaben fast alle an, der Besuch bei AdNovum habe ihnen sehr gut gefallen, und mehr als die Hälfte hat nach dem Zukunftstag ein positiveres Bild des Informatikberufs. Sogar zwei Drittel können sich vorstellen, später einmal in der Informatik zu arbeiten. Wir freuen uns auf sie!